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Dinkelsbühl 2007

Ein unvergesslicher Tag in Dinkelsbühl: Pfingstsonntag 2007

Als Martin Albrich jun. im September 2006 in Ingolstadt zur Teilnahme am Trachtenumzug in Dinkelsbühl aufrief, verzeichnete er einen ersten Erfolg: Einige Landsleute erklärten sich, noch etwas zögernd bereit, eventuell mitzumachen. Er blieb auch anschließend hartnäckig und ließ nicht locker. Die Anzahl potentieller Teilnehmer erhöhte sich auf über dreißig. Es sollte aber noch besser kommen: Am Pfingstsonntag trafen sich über fünfzig Mardischer auf der Bleiche, festlich gekleidet und fröhlich gestimmt, zum Trachtenaufmarsch.

Vielleicht war es auch der herrliche Sonnenschein, der einigen Spätentschlossenen, den letzten Anstoß gab, mitzumachen. Die Altersspanne war beträchtlich: Der Jüngste, Raul Albrich, ein Jahr jung, guckte etwas verwirrt auf die vielen Unbekannten. Sein Opa, Martin Albrich sen., der Älteste im Bunde, konnte ihn aber beruhigen: "Junge, heute wird Mardischer Geschichte geschrieben! In einigen Jahren wirst du sagen: 'Ich war dabei!' "

Das ist sogar nur wenig übertrieben, denn es war die erste Teilnahme einer Mardischer Gruppe am Trachtenumzug in Dinkelsbühl. Dazu war es wahrscheinlich gar die größte Gruppe. Alle haben es genossen, ob jung oder alt, Männlein oder Weiblein. Mächtig stolz waren sie noch dazu. Unter tausenden Zuschauern winkten auch viele Mardischer. Ihr Herz schlug an diesem Tag bestimmt etwas höher.

Beim gemeinsamen Mittagessen gab es viel zu erzählen, Eindrücke wechselten die Tischseite. Die Jüngsten strahlten noch immer vor Begeisterung. Ob sie beim nächsten Mal wieder mitmachen möchten? Jaaaa!

Eine handvoll Unentwegter hielt bis zum späten Abend aus, auch wenn das schöne Wetter am Nachmittag einigen Regenreprisen weichen musste. Nachdem sich die Dunkelheit über die Stadt gesenkt hatte, setzte sich der Fackelzug zur Gedenkstätte in Bewegung. Der große Zapfenstreich der jungen Dinkelsbühler Musikanten öffnete die Herzen aller Teilnehmer zum stillen Gedenken an unsere Toten.

Der wieder einsetzende Regen erinnerte, nach dem Kaiserwetter am Vormittag, auch an unsere Vergänglichkeit. Die Mardischer HOG spendete eine schön bepflanzte Blumenschale mit Schleife, die vor der Gedenkstätte abgelegt wurde. Es war ein würdiger Abschluss eines ereignisreichen und besonderen Tages.
Friedrich Roth
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» Substance: pragmaMx » Style: Ahren Ahimsa